Wie bearbeite ich hinterspritzte Folien?

Material – Einsatz – Bearbeitung

Durch Folienhinterspritzung entstehen Kunststoffteile, die für unterschiedlichste Bereiche verwendet werden. Auf den ersten Blick haben diese Bauteile nicht mehr viel mit den ursprünglichen Folien gemeinsam, da sie durch die Hinterspritzung Änderungen in Form, Materialstärke und Festigkeit erfahren.

Verfahren, Material und Anwendungsbereiche hinterspritzter Folien:

Zum besseren Verständnis erklären wir hier das Verfahren der Folienhinterspritzung stark vereinfacht. Zunächst wird ein Folienmaterial gewählt, welches den späteren Nutzungsbedingungen auf Grund der Materialeigenschaften am Besten gerecht wird. Anschließend erfolgt die Bedruckung, die später für die Optik ausschlaggebend ist. Die Folien werden nun der Form entsprechend zugeschnitten und anschließend hinterspritzt (Spritzguss). Es entstehen Kunststoffteile, die genau zum Einsatzzweck passen. Im Automobilsektor sind dies bspw. Mittelkonsolen, Tachoscheiben Zierleisten, Embleme oder Displays. Der Grund für die starke Verbreitung ist einfach.

Die so hergestellten Kunststoffteile sind relativ schnell, flexibel und kostengünstig herzustellen und können durch den Druck in jeder beliebigen optischen Variante hergestellt werden. Wenn Sie einen Blick in die Cockpits heutiger Fahrzeuge werfen, sehen Sie Zierleisten und Mittelkonsolen in täuschend echter Holz- oder Carbonoptik. Das alles sind hinterspritzte Folien. Es gibt sie in unterschiedlichsten Designs, je nach Kundenwunsch bspw. in Hochglanz-, Karbon-, Chrom- oder Metalloptik, Strukturlook, als gebürstete Metall- oder Holz-Dekore, in bunten Farben. Die Einsatzmöglichkeiten sind so vielfältig wie die Design-Varianten. Verwendung finden überwiegend Folien aus Polycarbonat, Polypropylen, Acrylat, PET-G oder Polyester.

Verarbeitung von hinterspritzten Folien:

Der Zuschnitt der Folien erfolgt je nach Produktionsmenge und Detailgenauigkeit durch Stanzen, Laser oder Messer-Plotter. Stanzen punkten durch die hohe Geschwindigkeit und sind daher für mittlere und große Serien sehr rentabel. Bei Kleinserien hingegen wird die Produktion durch die teure Stanzformherstellung unrentabel. Bei bedruckten Folien, die passgenau ausgeschnitten werden müssen, um später genau zu angrenzenden Bereichen zu passen, fehlt es der Stanze häufig an Genauigkeit.

Messer werden im Zeitverlauf stumpf, dadurch lässt die Schnittqualität nach. Folgekosten für Werkzeugwechsel und damit verbundene Stillstandzeiten der Maschinen sind unvermeidlich.

 

Der Laserzuschnitt punktet bei der Genauigkeit. Da hinterspritzte Folien häufig bedruckt werden, ist für die Bearbeitung eine Kamera notwendig. Die Materiallage wird anhand von Referenzmarken bestimmt. Dadurch erfolgt ein exakter Zuschnitt entlang der Druckkontur. Durch das berührungslose Laserschneiden ist keine Materialfixierung nötig. Die Kontur kann ohne großen Aufwand flexibel angepasst werden. So lassen sich selbst kleine Serien oder Einzelanfertigungen rentabel schneiden.

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