Trennverfahren im Vergleich

Fräsen, Stanzen, Wasserstrahl, Messer oder Laser?

Vie­le Her­aus­for­de­run­gen in der Ma­te­ri­al­be­ar­bei­tung ent­ste­hen nicht durch das Ma­te­ri­al –
son­dern durch das Be­ar­bei­tungs­ver­fah­ren.

Trennverfahren im Vergleich: Das kontaktlose CO₂-Laserschneiden im Vergleich zu Fräsen, Stanzen, Wasserstrahlschneiden und Messerschneiden – Unterschiede, Vorteile und Einsatzbereiche für die Bearbeitung nichtmetallischer Materialien.

Trennverfahren in der Materialbearbeitung im Vergleich

Warum entstehen Werkzeugverschleiß, Nacharbeit und hohe Rüstzeiten?

Werkzeugverschleiß, Nacharbeit oder lange Rüstzeiten werden in vielen Unternehmen als unvermeidbar angesehen. Tatsächlich entstehen diese Herausforderungen häufig nicht durch das Material selbst, sondern durch das eingesetzte Trennverfahren.

Das kontaktlose CO₂-Laserschneiden verfolgt einen anderen Ansatz. Ohne mechanischen Werkzeugkontakt entfallen viele der typischen Nachteile klassischer Trennverfahren bereits während der Bearbeitung. Dadurch lassen sich Prozesskosten senken, die Schnittqualität verbessern und neue Anwendungsmöglichkeiten erschließen.

Fräsen vs. Laserschneiden

Wann bietet das Laserschneiden Vorteile gegenüber dem Fräsen?

Fräsen ist ein bewährtes Bearbeitungsverfahren und eignet sich insbesondere für Materialabtrag sowie die Bearbeitung von Metallen und dreidimensionalen Bauteilen. Beim Zuschnitt vieler nichtmetallischer Materialien wie Kunststoffen, Acryl, Holz, Textilien oder Verbundwerkstoffen bietet das kontaktlose CO₂-Laserschneiden jedoch entscheidende Vorteile.

Da der Laser ohne mechanischen Werkzeugkontakt arbeitet, entstehen weder Werkzeugverschleiß noch Späne. Gleichzeitig ermöglicht das Verfahren eine gleichbleibend hohe Schnittqualität, nahezu radiusfreie Innenkonturen und hohe Flexibilität bei Konturänderungen. Je nach Material und Anwendung ergänzen sich beide Verfahren ideal und können auf eurolaser Laserschneidmaschinen flexibel kombiniert werden.

Mehr zu den Fräsmodulen bei eurolaser

Laserschneiden vs. Fräsen: Das Laserschneiden erfolgt kontaktfrei, wodurch Verschmutzungen und Späne bei der Bearbeitung vermieden werden.

Keine Verschmutzungen durch spanlose Laserbearbeitung

Laserschneiden vs. Fräsen: Da das CO₂-Laserschneiden ohne Werkzeugdurchmesser arbeitet, entstehen in Sperrholz selbst filigrane Innenkonturen mit nahezu radiusfreien Ecken.

Nahezu radiusfreie Konturen beim Laserschneiden

Laserschneiden vs. Fräsen: Das kontaktlose CO₂-Laserschneiden verursacht keine Werkzeugabnutzung und gewährleistet dauerhaft eine konstant hohe Schnittqualität.

Kontaktfreie Bearbeitung beim Laserschneiden

Fräsen CO₂-Laserschneiden
Bearbeitungsprinzip Mechanische Bearbeitung mit rotierendem Werkzeug Kontaktlose Bearbeitung mit gebündeltem CO₂-Laserstrahl
Geeignete Materialien Besonders geeignet für viele feste Werkstoffe, darunter Metalle, Kunststoffe, Holz und Verbundwerkstoffe Besonders geeignet für viele nichtmetallische Materialien wie Kunststoffe, Acryl, Holz, Textilien, Schaumstoffe, Klebefolien und Verbundwerkstoffe
Typische Anwendungen Materialabtrag, Taschen, Bohrungen, Konturen, 3D-Bearbeitung und Zuschnitt Präziser Zuschnitt, filigrane Konturen, Innenkonturen, Gravuren, Markierungen und Beschriftungen
Materialstärke Geeignet für dickere Werkstoffe und Anwendungen mit Materialabtrag Materialabhängig, besonders geeignet für Plattenmaterialien, Rollenware und filigrane Zuschnitte
Fräsen CO₂-Laserschneiden
Werkzeugverschleiß Fräswerkzeuge verschleißen und müssen regelmäßig ersetzt oder nachgeschliffen werden. Kein Werkzeugverschleiß, da berührungslos gearbeitet wird.
Werkzeugwechsel Je nach Anwendung und Werkzeug erforderlich. Entfällt, da unterschiedliche Konturen ohne Werkzeugwechsel bearbeitet werden können.
Rüstzeiten Werkzeugwechsel und Maschineneinrichtung verursachen Rüstaufwand. Konturänderungen erfolgen direkt über die CAD-Datei, zusätzliche Werkzeuge sind nicht erforderlich.
Konturänderungen Anpassungen erfordern häufig neue Werkzeuge oder eine geänderte Bearbeitungsstrategie. Konturen lassen sich direkt in der Software anpassen und sofort produzieren.
Werkzeugkosten Laufende Kosten für Fräswerkzeuge und deren Instandhaltung. Keine Werkzeugkosten für den Schneidprozess.
Materialverschnitt Materialabhängig. Durch den Werkzeugdurchmesser können insbesondere bei filigranen Geometrien Einschränkungen entstehen. Schmale Schnittfuge ermöglicht eine materialsparende Verschachtelung und reduziert den Verschnitt.
Fräsen CO₂-Laserschneiden
Präzision Hohe Präzision, abhängig von Werkzeugzustand und Bearbeitungsparametern. Hohe und reproduzierbare Präzision durch kontaktlose Bearbeitung.
Schnittqualität Abhängig von Werkzeugverschleiß und Bearbeitungsparametern. Gleichbleibend hohe Schnittqualität ohne Werkzeugverschleiß.
Schnittqualität im Zeitverlauf Nimmt mit fortschreitendem Werkzeugverschleiß ab. Konstant hohe Schnittqualität vom ersten bis zum letzten Werkstück.
Innenkonturen Innenradien sind durch den Werkzeugdurchmesser begrenzt. Radiusfreie Innenkonturen durch den feinen Laserstrahl.
Materialbelastung Mechanische Bearbeitung kann Druckkräfte auf das Werkstück ausüben. Kontaktlose Bearbeitung ohne mechanischen Werkzeugdruck.
Materialbruch / Beschädigung Empfindliche Stege oder filigrane Konturen können mechanisch belastet werden. Keine mechanische Belastung des Materials, dadurch geringeres Risiko von Bruch oder Beschädigungen.
Nachbearbeitung Je nach Material und Anwendung erforderlich. Bei vielen Materialien sind saubere Schnittkanten ohne Nachbearbeitung möglich.
Gravuren & Beschriftungen Zusätzliche Werkzeuge oder Bearbeitungsschritte erforderlich. Gravuren, Markierungen und Beschriftungen direkt mit dem Laser möglich.
Fräsen CO₂-Laserschneiden
Materialfixierung Werkstücke müssen in der Regel mechanisch gespannt oder fixiert werden. Bei vielen Materialien genügt die Materialansaugung über den Vakuumtisch. Eine zusätzliche mechanische Fixierung ist häufig nicht erforderlich.
Lautstärke Mechanische Bearbeitung erzeugt vergleichsweise hohe Geräuschpegel. Deutlich geringere Bearbeitungsgeräusche, da kein mechanischer Zerspanungsprozess stattfindet.
Span- und Staubentwicklung Es entstehen Späne und Staub, die abgesaugt und entsorgt werden müssen. Spanfreie Bearbeitung. Rauchgase werden direkt über die Absaugung erfasst und gefiltert.
Maschinenreinigung Späne und Staub erfordern regelmäßige Reinigungsarbeiten. Geringerer Reinigungsaufwand durch spanfreie Bearbeitung.
Automatisierung Automatisierung möglich, abhängig von Anwendung und Maschinenkonzept. Umfangreiche Automatisierungs- und Erweiterungsmöglichkeiten für unterschiedliche Produktionsanforderungen.
Losgrößen Besonders wirtschaftlich bei Serien mit gleichbleibenden Bearbeitungsaufgaben. Hohe Flexibilität von Einzelteilen über Kleinserien bis zur Serienfertigung.
Arbeitsablauf Werkzeugwechsel und Rüstvorgänge beeinflussen den Produktionsablauf. Konturwechsel erfolgen digital, ohne Werkzeugwechsel oder zusätzliche Rüstvorgänge.

Stanzen vs. Laserschneiden

Wann bietet das Laserschneiden Vorteile gegenüber dem Stanzen?

Stanzen ist ein wirtschaftliches Fertigungsverfahren für hohe Stückzahlen mit gleichbleibenden Konturen. Sobald sich Geometrien ändern, neue Produkte entwickelt oder kleinere Losgrößen gefertigt werden sollen, entstehen jedoch zusätzliche Werkzeugkosten und Rüstaufwände.

Das kontaktlose CO₂-Laserschneiden arbeitet ohne Stanzwerkzeuge und ermöglicht die wirtschaftliche Bearbeitung von Folien, Klebebändern, Textilien, Kunststoffen und vielen weiteren nichtmetallischen Materialien. Konturänderungen lassen sich direkt aus der CAD-Datei umsetzen – ohne Werkzeugbau, Werkzeugwechsel oder zusätzliche Rüstzeiten. Je nach Material und Anwendung ergänzen sich beide Verfahren ideal und können auf eurolaser Laserschneidmaschinen flexibel kombiniert werden.

Mehr zu den Stanz-Optionen bei eurolaser

Laserschneiden vs. Stanzen: Das CO₂-Laserschneiden versiegelt die Schnittkanten mehrlagiger Folien während des Schneidprozesses und reduziert so das Ausfransen oder Delaminieren des Materials.

Versiegelte Schnittkanten beim Laserschneiden mehrlagiger Folien

Laserschneiden vs. Stanzen: Konturänderungen lassen sich beim CO₂-Laserschneiden direkt aus der CAD-Datei umsetzen – ohne Werkzeugbau, Werkzeugänderungen oder zusätzliche Rüstzeiten.

Digitale Konturänderungen ohne Werkzeugbau

Laserschneiden vs. Stanzen: Das CO₂-Laserschneiden kombiniert Schneiden, Kiss-Cut und Laserbeschriftung in einem Prozess – ohne Werkzeugwechsel oder zusätzliche Prozessschritte.

Schneiden, Kiss-Cut und Laserbeschriftung in einem Prozess

Stanzen CO₂-Laserschneiden
Bearbeitungsprinzip Trennen mittels Stanzwerkzeug und mechanischer Krafteinwirkung Kontaktlose Bearbeitung mit gebündeltem CO₂-Laserstrahl
Geeignete Materialien Besonders geeignet für Folien, Klebebänder, Papier, Karton, Textilien, Dichtungsmaterialien und dünne Kunststoffe Besonders geeignet für viele nichtmetallische Materialien wie Kunststoffe, Acryl, Holz, Textilien, Schaumstoffe, Klebefolien und Verbundwerkstoffe
Typische Anwendungen Serienfertigung mit gleichbleibenden Konturen und hohen Stückzahlen Prototypen, Kleinserien, individualisierte Produkte sowie Serienfertigung mit wechselnden Konturen
Materialstärke Besonders geeignet für dünne und flexible Materialien Materialabhängig, besonders geeignet für flache Materialien, Plattenmaterialien und Rollenware
Stanzen CO₂-Laserschneiden
Werkzeugkosten Für jede Kontur wird in der Regel ein eigenes Stanzwerkzeug benötigt Keine Werkzeugkosten für den Schneidprozess
Werkzeugverschleiß Stanzwerkzeuge verschleißen und müssen regelmäßig nachgeschliffen oder ersetzt werden Kein Werkzeugverschleiß
Werkzeuglagerung Werkzeuge müssen gelagert, verwaltet und instand gehalten werden Keine Werkzeuglagerung erforderlich
Werkzeugwechsel Bei Produkt- oder Konturwechsel erforderlich Entfällt
Rüstzeiten Werkzeugwechsel und Maschineneinrichtung verursachen Rüstaufwand Konturänderungen erfolgen direkt über die CAD-Datei – ohne zusätzliche Rüstzeiten
Konturänderungen Neue Konturen erfordern in der Regel ein neues Stanzwerkzeug Neue Konturen lassen sich direkt aus der CAD-Datei fertigen
Stanzen CO₂-Laserschneiden
Präzision Hohe Präzision, abhängig vom Zustand des Stanzwerkzeugs Hohe und reproduzierbare Präzision durch kontaktlose Bearbeitung
Präzision bei filigranen Details Filigrane Konturen sind durch Werkzeuggeometrie und Materialverhalten begrenzt Hohe Präzision auch bei filigranen Konturen und feinen Stegen
Schnittqualität Werkzeugabhängig Gleichbleibend hohe Schnittqualität ohne Werkzeugverschleiß
Schnittqualität im Zeitverlauf Nimmt mit dem Verschleiß des Stanzwerkzeugs ab Konstant hohe Schnittqualität vom ersten bis zum letzten Werkstück
Materialbelastung Mechanische Krafteinwirkung auf das Material Kontaktlose Bearbeitung ohne mechanischen Werkzeugdruck
Materialbruch / Beschädigung Empfindliche Stege oder filigrane Konturen können mechanisch belastet werden Keine mechanische Belastung des Materials, dadurch geringeres Risiko von Bruch oder Beschädigungen
Mehrlagige Materialien Materiallagen können sich während des Stanzprozesses gegeneinander verschieben Kein Versatz bei vielen mehrlagigen Folien durch kontaktlose Bearbeitung
Schnittkanten Material- und werkzeugabhängig Bei vielen synthetischen Materialien entstehen versiegelte Schnittkanten
Beschriften & Gravieren Zusätzlicher Bearbeitungsschritt erforderlich Schneiden, Beschriften und Gravieren in einem Arbeitsgang möglich
Stanzen CO₂-Laserschneiden
Materialfixierung Material muss prozesssicher geführt und je nach Anwendung fixiert werden Bei vielen Materialien genügt die Materialansaugung über den Vakuumtisch
Lautstärke Mechanischer Stanzprozess erzeugt vergleichsweise hohe Geräuschpegel Deutlich geringere Bearbeitungsgeräusche
Werkzeugreinigung Bei stark haftenden Materialien wie Klebebändern können Klebereste an den Stanzwerkzeugen entstehen. Regelmäßige Reinigung ist erforderlich Keine Klebereste an Schneidwerkzeugen, da kontaktlos gearbeitet wird
Maschinenreinigung Späne und Staub erfordern regelmäßige Reinigungsarbeiten Geringerer Reinigungsaufwand durch spanfreie Bearbeitung
Wirtschaftliche Losgrößen Besonders wirtschaftlich bei hohen Stückzahlen mit gleichbleibenden Konturen Wirtschaftlich von Prototypen bis zur Serienfertigung
Produktionsflexibilität Optimiert für gleichbleibende Produkte und hohe Stückzahlen Hohe Flexibilität bei Produktwechseln, Konturänderungen und Losgrößen

Messerschneiden vs. Laserschneiden

Wann bietet das Laserschneiden Vorteile gegenüber dem Messerschneiden?

Messerschneiden ist ein bewährtes Trennverfahren für flexible Materialien wie Textilien, Folien, Schaumstoffe oder Dichtungsmaterialien. Insbesondere bei mehrlagigen Materialaufbauten oder Materialien, die thermisch nicht beeinflusst werden sollen, spielt das Messer seine Stärken aus.

Das kontaktlose CO₂-Laserschneiden bietet dagegen entscheidende Vorteile, wenn höchste Präzision, fransenfreie Schnittkanten, filigrane Konturen oder zusätzliche Bearbeitungsschritte wie Kiss-Cuts, Gravuren oder Beschriftungen gefragt sind. Je nach Material und Anwendung ergänzen sich beide Verfahren ideal und können auf eurolaser Laserschneidmaschinen flexibel kombiniert werden.

Mehr zu den Messerwerkzeugen bei eurolaser

Laserschneiden vs. Messerschneiden: Das kontaktlose CO₂-Laserschneiden erzeugt bei Textilien fransenfreie, glatte und versiegelte Schnittkanten.

Fransenfreie, glatte Schnittkanten

Laserschneiden vs. Messerschneiden: Das kontaktlose CO₂-Laserschneiden ermöglicht filigrane Details ohne materialbedingte Überschnitte und gewährleistet eine präzise Konturführung.

Filigrane Details ohne Überschnitte

Laserschneiden vs. Messerschneiden: Das CO₂-Laserschneiden ermöglicht dauerhafte Lasergravuren parallel zum Schneidprozess, beispielsweise für Produktkennzeichnung, Rückverfolgbarkeit oder individuelle Bauteilinformationen.

Permanente Lasergravuren parallel zum Schneiden

Messerschneiden CO₂-Laserschneiden
Bearbeitungsprinzip Mechanisches Trennverfahren mit unterschiedlichen Messersystemen, je nach Material und Anwendung Kontaktloses Trennverfahren mit fokussiertem CO₂-Laserstrahl
Geeignete Materialien Besonders geeignet für Materialien, die mechanisch geschnitten werden können, z. B. Naturfasern, PVC, Leder, Folien, Schaumstoffe oder Textilien Besonders geeignet für viele nichtmetallische Materialien wie synthetische Textilien, Kunststoffe, Acryl, Holz, Klebefolien und Verbundwerkstoffe
Typische Einsatzbereiche Flexible Materialien, thermisch sensible Anwendungen und Materialien, die nicht mit dem Laser bearbeitet werden sollen oder dürfen Anwendungen mit hohen Anforderungen an Schnittqualität, filigrane Konturen, Cut & Seal, Gravur oder Beschriftung
Schnittkante bei synthetischen Textilien Schnittkante bleibt materialabhängig offen Schneiden und Kantenversiegelung in einem Arbeitsgang, z. B. bei Polyestertextilien
Messerschneiden CO₂-Laserschneiden
Werkzeugverschleiß Messer unterliegen einem materialabhängigen Verschleiß und müssen regelmäßig ersetzt werden Kein Werkzeugverschleiß
Werkzeugwechsel Je nach Material und Bearbeitungsaufgabe sind unterschiedliche Messersysteme erforderlich Entfällt. Unterschiedliche Konturen werden ohne Werkzeugwechsel bearbeitet
Werkzeugkosten Laufende Kosten für Messer und deren Ersatz Keine Werkzeugkosten für den Schneidprozess
Werkzeugreinigung Bei stark haftenden Materialien, z. B. Klebebändern, können Klebereste an den Messern entstehen. Regelmäßige Reinigung ist erforderlich Keine Klebereste an Schneidwerkzeugen, da kontaktlos gearbeitet wird
Konturänderungen Ohne neue Werkzeuge möglich, jedoch material- und werkzeugabhängige Anpassungen erforderlich Neue Konturen lassen sich direkt aus der CAD-Datei fertigen
Messerschneiden CO₂-Laserschneiden
Präzision Hohe Präzision, abhängig von Material, Messergeometrie und Werkzeugzustand Hohe und reproduzierbare Präzision durch kontaktlose Bearbeitung
Filigrane Konturen Filigrane Details sind material- und werkzeugabhängig. Bei Richtungswechseln können Überschnitte entstehen Filigrane Konturen ohne Überschnitte durch den feinen Laserstrahl
Schnittqualität im Zeitverlauf Nimmt mit dem Verschleiß des Messers ab Konstant hohe Schnittqualität ohne Werkzeugverschleiß
Schnittkanten bei synthetischen Textilien Schnittkanten bleiben offen und können je nach Material ausfransen Fransenfreie, versiegelte Schnittkanten (Cut & Seal)
Beschriften & Gravieren Zusätzlicher Bearbeitungsschritt auf separatem System erforderlich Schneiden, Gravieren und Beschriften in einem Arbeitsgang möglich
Stanzen CO₂-Laserschneiden
Materialfixierung Je nach Material und Bearbeitungsaufgabe kann eine mechanische Fixierung oder Materialführung erforderlich sein Bei vielen Materialien genügt die Materialansaugung über den Vakuumtisch
Werkzeugreinigung Mechanischer Stanzprozess erzeugt vergleichsweise hohe Geräuschpegel Keine Klebereste an Schneidwerkzeugen, da kontaktlos gearbeitet wird
Materialrückstände Je nach Material können Fasern, Staub oder Schneidreste entstehen Spanfreie Bearbeitung mit geringem Reinigungsaufwand
Produktionsflexibilität Unterschiedliche Materialien oder Bearbeitungsaufgaben können unterschiedliche Messersysteme erfordern Unterschiedliche Konturen und Produkte lassen sich ohne Werkzeugwechsel direkt aus der CAD-Datei fertigen
Wirtschaftliche Losgrößen Wirtschaftlich von Einzelteilen bis zur Serienfertigung Wirtschaftlich von Einzelteilen bis zur Serienfertigung

Wasserstrahlschneiden vs. Laserschneiden

Wann bietet das Laserschneiden Vorteile gegenüber dem Wasserstrahlschneiden?

Wasserstrahl- und Laserschneiden gehören zu den präzisesten industriellen Trennverfahren und überschneiden sich bei zahlreichen Anwendungen. Beide Verfahren ermöglichen komplexe Konturen und hochwertige Schneidergebnisse, unterscheiden sich jedoch deutlich hinsichtlich Werkstoffspektrum, Materialstärken und Bearbeitungsprozess. Welche Technologie die wirtschaftlichere Lösung ist, hängt maßgeblich von Material, Materialstärke und den Anforderungen der jeweiligen Anwendung ab.

Hinweis: Das Laserschneiden umfasst verschiedene Lasertechnologien und eignet sich grundsätzlich auch für die Bearbeitung von Metallen. eurolaser entwickelt jedoch CO₂-Laserschneidmaschinen für die Bearbeitung nichtmetallischer Materialien. Aufgrund der vergleichsweise geringen Überschneidungen mit typischen eurolaser Anwendungen dient der folgende Vergleich vor allem der allgemeinen Einordnung beider Trennverfahren.

Laserschneiden vs. Wasserstrahlschneiden: Das CO₂-Laserschneiden kombiniert Schneiden und Gravieren in einem Arbeitsgang, ohne zusätzliche Bearbeitungsschritte oder Werkzeugwechsel.

Laserschneiden und Gravieren kombiniert

Laserschneiden vs. Wasserstrahlschneiden: Beim CO₂-Laserschneiden entstehen trockene Schnittkanten, sodass Werkstücke direkt entnommen und ohne zusätzlichen Trocknungsprozess weiterverarbeitet werden können.

Direkte Entnahme und Weiterverarbeitung ohne Trocknungsprozess

Laserschneiden vs. Wasserstrahlschneiden: Das CO₂-Laserschneiden eignet sich besonders für die präzise Bearbeitung von Kunststoffen, Holz, Textilien und vielen weiteren nichtmetallischen Materialien.

Ideal für Kunststoffe, Holz und Textilien

Wasserstrahlschneiden CO₂-Laserschneiden
Bearbeitungsprinzip Trennen mit einem Hochdruckwasserstrahl, meist unter Zugabe eines Abrasivmittels Trennen mit einem fokussierten Laserstrahl
Werkstoffspektrum Geeignet für nahezu alle Werkstoffe, darunter Metalle, Glas, Stein, Keramik, Kunststoffe und Verbundwerkstoffe Je nach Lasertechnologie für zahlreiche metallische und nichtmetallische Werkstoffe geeignet. eurolaser hat sich auf CO₂-Laserschneidmaschinen für nichtmetallische Materialien spezialisiert
Typische Anwendungen Zuschnitt von Metallblechen, Naturstein, Glas, Keramik sowie dicken oder schwer zerspanbaren Werkstoffen Zuschnitt von Kunststoffen, Acryl, Holz, Textilien, Schaumstoffen, Folien und Verbundwerkstoffen sowie Gravuren und Beschriftungen
Wasserstrahlschneiden CO₂-Laserschneiden
Betriebsmittel Wasser und – bei den meisten Anwendungen – Abrasivmittel erforderlich Keine Betriebsmittel für den Schneidprozess erforderlich
Nachgelagerte Prozessschritte Werkstücke müssen je nach Material getrocknet und Abrasivrückstände entfernt werden Werkstücke können in der Regel direkt fertig entnommen und weiterverarbeitet werden
Zusätzliche Bearbeitungsmöglichkeiten Keine Schneiden, Gravieren und Beschriften können auf einer Maschine kombiniert werden
Betriebskosten Laufende Kosten für Wasser, Abrasivmittel sowie deren Aufbereitung bzw. Entsorgung Keine besonderen Betriebskosten
Wasserstrahlschneiden CO₂-Laserschneiden
Materialfixierung Je nach Material und Anwendung erforderlich Bei vielen Materialien genügt die Materialansaugung über den Vakuumtisch
Materialrückstände Abrasivmittel und Wasser können Rückstände auf Werkstück und Maschine hinterlassen Spanfreie Bearbeitung mit geringem Reinigungsaufwand
Arbeitsumgebung Wasser und Abrasivmittel erfordern einen entsprechend ausgelegten Maschinen- und Arbeitsbereich Saubere, trockene Bearbeitung ohne Wasser oder Abrasivmittel
Produktionsintegration Zusätzliche Bearbeitungsschritte erfolgen in der Regel auf separaten Systemen Schneiden, Gravieren und Beschriften können in einem Prozess kombiniert werden

Virtuelle Maschinenvorführung mit
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  • Keine Reisekosten
  • Standortunabhängig
  • Teammitglieder dazuschalten
  • Schnittergebnisse sofort sichtbar
  • Live zusehen, wie der Laser arbeitet