Was ist bei der Bearbeitung von Folien für Frontblenden zu beachten?

Material - Einsatz - Verarbeitung

Frontblenden dienen als Träger für Bedien- und Anzeigeelemente bei verschiedensten Produkten bzw. Geräten. Sie sind zum einen die Schnittstelle zum Bediener und sollten von daher eine ergonomische Benutzung ermöglichen, zum anderen prägen sie das Erscheinungsbild des Produktes. Frontblenden sind auch als Dekorblenden oder Frontplatten bekannt.

Frontblenden aus Kunststoff
Frontblenden aus Kunststoff

Frontblenden: Nutzung und Materialien

Frontblenden werden häufig bei Produkten im Bereich der „Weißen Ware“ eingesetzt, kommen aber auch bei anderen elektrischen Geräten zum Einsatz. Typische Beispiele sind Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke, Trockner und Küchengeräte aller Art. Für diese elektrischen Geräte werden hochwertige Folien benötigt, um die Bedienelemente (z.B. Schalter und Knöpfe) sowie Anzeigenelemente (Displays) einzubetten. Die Folien werden in der Regel bedruckt und zur Versteifung mit Kunststoff hinterspritzt. Die Anforderungen an die Folien sind sehr hoch. Sie sollten dauerhaft beständig und leicht zu reinigen sein. Außerdem sind eine gute Schlagfestigkeit sowie Kratzunempfindlichkeit Grundvoraussetzung. Hieraus ergeben sich auch komplexe Anforderungen an die Bearbeitung dieser Folien. Typischerweise bestehen Frontblenden aus Aluminium, Messing, Verbundstoffen, Polycarbonat, Polyester, ABS oder PETG.

Filigrane Zuschnitte, passend zur Bedruckung
Filigrane Zuschnitte, passend zur Bedruckung

 

Verarbeitung von Frontblenden

Besondere Beachtung beim Zuschnitt sollten die kleinen Öffnungen für Schalter, Bedienelemente und Leuchtdioden erhalten. Um den gewünschten Qualitätsstandard gewährleisten zu können, müssen diese kleinen Öffnungen sehr passgenau ausgeschnitten werden. In der Praxis werden u.a. Fräsen, Stanzen und Laser für den Zuschnitt genutzt. Bei dünnen Folien sind auch Messerplotter eine Alternative.

Präzises, radiusfreies Schneiden ermöglicht nur der Laser
Präzises, radiusfreies Schneiden ermöglicht nur der Laser

 

Der Vorteil der Fräse sind die relativ günstigen Anschaffungskosten für eine CNC-Fräsanlage und das einfache Handling. Allerdings sind auf Grund des Werkzeugdurchmessers Radien in den inneren Ecken nicht vermeidbar. Anders sieht es beim Laserschneiden aus. Zudem ist die Spanbildung beim Fräsen nicht zu vermeiden. Eine Reinigung des Maschinenumfelds gehört daher zum typischen Bearbeitungsprozess.

Radiusfreier Laserschnitt auch bei kleinen Details
Radiusfreier Laserschnitt auch bei kleinen Details

 

Anders sieht es beim Laserschneiden aus. Der Vorteil der Laserbearbeitung im Gegensatz zu einer Stanze oder Fräse sind die gute Qualität des Trennschnitts, sowie der nicht vorhandene Verschleiß des Werkzeugs „Laser“. Im Gegensatz zur Fräse können mit dem Laser selbst kleine Details praktisch radiusfrei geschnitten werden. Die berührungslose Bearbeitung hat den Vorteil, dass Material-Oberflächen nicht angegriffen werden. Zudem muss das Material nicht mühsam fixiert werden, was zur Verringerung von Produktionszeiten führt.

Kameraerkennung für den präzisen Zuschnitt bedruckter Folien
Kameraerkennung für den präzisen Zuschnitt bedruckter Folien

 

Für den Zuschnitt bedruckter Folien sollte die Schneidanlage mit einem Kameraerkennungssystem ausgerüstet sein. Beim Druck werden zwischen die einzelnen Bilder Erkennungsmarken gedruckt, die durch eine CCD-Kamera erfasst werden. Die angeschlossene Software ermittelt so die genaue Lageposition des Folienbogens und kompensiert ggf. auch automatisch Druckabweichungen. So sind die Schnitte immer absolut präzise entlang der Druckkontur.

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