Was muss ich beim Anlegen von Passermarken beachten?

Bedruckte Materialien perfekt ausschneiden

Viele Anwendungen erfordern ein genaues Schneiden zu bestehenden Passermarken oder anderen Materialreferenzen. Für diesen Zweck bietet eurolaser eine intelligente Lösung, bestehend aus CCD-Kamera und Auswertungssoftware: LaserScout POSITIONplus.

Scannen der Passermarken
Scannen der Passermarken

Die CCD-Kamera wird direkt am Bearbeitungskopf installiert und sucht zu Beginn des Bearbeitungsprozesses das Werkstück nach den definierten Passermarken ab. Auf diese Weise können bedruckte, gewobene oder gestickte Passermarken sowie Kanten oder andere kontrastreiche Konturen visuell eingescannt werden. Die tatsächliche Lageposition und die Abmessungen des Werkstückes sind damit exakt erkannt und werden für die weitere Bearbeitung automatisch berücksichtigt.

Grundsätzlich kann die eurolaser-Software LaserScout POSITION eine Vielzahl von verschiedenen Passermarken erkennen. Um eine bestmögliche Erkennbarkeit und Zuverlässigkeit zu erreichen, haben wir einige Hinweise vorbereitet. Diese sind natürlich nicht zwingende Voraussetzung, sorgen aber für einen reibungslosen Arbeitsablauf und steigern die Produktivität.

LaserScout POSITIONplus

Beachten Sie die folgenden Eigenschaften:

Form

Die Form oder das Aussehen einer Passermarke ist die wohl markanteste Eigenschaft. LaserScout POSITION ist in der Lage eine Vielzahl von Formen erkennen zu können. Neben einfachen Kreisen auch Quadrate, Kreuze, Winkel und andere symmetrische Objekte. Für die Kameraerkennung eignen sich Kreise am besten, da der Mittelpunkt des Kreises von allen Seiten gleich ist. Das ist der entscheidende Vorteil. Ein Kreuz beispielsweise (+) wird durch verdrehen des Drucks schnell zu einem X und wird dann nicht mehr erkannt.

Bild 1
Bild 1
Bild 2
Bild 2

Kontrast

Achten Sie beim Erstellen der Marken darauf, dass ein ausreichender Kontrast zwischen Marke und Hintergrund besteht. Bild 1 zeigt einen sehr guten Kontrast. Eine schwarze Marke sitzt auf einem weißen Hintergrund. Es scheint kein Untergrund oder Druckmotiv durch, der den Kreis unterbricht. Bild 2 hat einen schlecht gewählten Hintergrund. Eine gute Lesbarkeit ist nicht gewährleistet und kann so zu Schwierigkeiten beim Erkennungsvorgang führen. Achten Sie auch auf eine ausreichende Ausleuchtung der Arbeitsumgebung.

Größe

Die Kamera, die das Bildsignal an die Software schickt, befindet sich direkt am Werkzeugkopf. Dadurch erfasst sie immer einen bestimmten Bereich der Tischoberfläche, der etwa 30 x 30 mm umfasst. Passermarken sollten einen Durchmesser von ca. 6 mm haben, damit sie innerhalb dieses Bereichs gut erkannt werden können.

Bild 3
Bild 3
Bild 4
Bild 4

Anzahl

Für jedes auszuschneidende Motiv werden mindestens drei Passermarken in den Ecken des Motivs benötigt. Generell gilt auch hier: Je mehr Passermarken zur Verfügung stehen, desto genauer wird das Ergebnis. Im Bild 3 erkennt man eigene Passermarken für jedes Motiv. Über die Länge des Druckmotivs sind so mehr Passermarken und das Ergebnis wird exakter. Im Bild 4 wurde lediglich ein Satz Passermarken in den Ecken des kompletten Bogens eingesetzt. Wenn nur die äußeren Marken zur Verfügung stehen, sollten diese nur für eine reine Platzierung benutzt werden. Für eine Kompensation von Druckverschiebungen empfehlen wir mehrere Passermarken zu verwenden.

Einheitlichkeit

Am Einfachsten für eine fehlerfreie Erkennung ist es, wenn sämtliche Passermarken einheitlich gestaltet sind. Unterschiedliche Marken haben andere Offset-Werte und das Einlesen kann sich im Gegensatz zu einheitlichen Marken verzögern und Ihre Produktionszeit verlängern.

Wenn Sie diese fünf Eigenschaften bei der Passermarken-Erstellung beachten, optimieren Sie Ihren Workflow und nutzen das volle Potenzial für den präzisen Zuschnitt von Druckmotiven aus.


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