Acryl schneiden mit Laser

Schneiden von Acrylglas

Sicher, sauber und extrem effizient: Acrylglas mit Laser schneiden und gravieren

Laserschneidsysteme von eurolaser ermöglichen berührungsloses Schneiden von PMMA ohne Nachbearbeitung

Das Schneiden von Acrylglas ist eine Kunst für sich. Nicht nur Sauberkeit am Bearbeitungsplatz und eine eventuelle Nachbearbeitung der Schnittkanten machen den Werkstoff zu einem anspruchsvollen Material. Hinzukommt, dass es Acrylglas in zwei für das Laserschneiden relevante, vollständig unterschiedlichen Varianten gibt: extrudiert und gegossen. Die rein mechanische Bearbeitung kommt hier oft an ihre Grenzen, beispielsweise wegen Vibrationen oder unsauberer Schnittkanten. eurolaser aus Lüneburg empfiehlt daher allen Weiterverarbeitern des transparenten thermoplastischen Kunststoffs, das Schneiden mit Laser. Die Vorteile bei der Laserbearbeitung und dem dadurch berührungslosen Schneiden: klare, glatte Schnittkanten ohne Nachbearbeitung, kein Bruch und Verschnitt und kein Schmutz und daher auch kein anschließender Reinigungsaufwand.

Acrylglas, Polymethylmethacrylat (PMMA), ist ein synthetischer, transparenter thermoplastischer Kunststoff. Da warm verformbar, ist PMMA ideal für das Schneiden und Gravieren mit Lasern geeignet. Anwendungsgebiete finden sich vornehmlich in der Werbeindustrie. Aber auch für Beschilderungen und Labels kommen die CO2-Lasermaschinen von eurolaser zum Einsatz. Die Laserschneider bearbeiten klares, gefärbtes, strukturiertes, silikatbeschichtetes und sogar verspiegeltes Acrylglas. eurolaser schneidet und graviert darüber hinaus sowohl extrudiertes als auch gegossenes PMMA. Wobei gegossenes PMMA optimale Schnittkanten und besonders gut sichtbare, kontrastreiche Gravuren durch einen signifikanten Farbumschlag in den gravierten Bereichen ermöglicht.

 

Einstellung der Schnittparameter für schmauchspurenfreie Kanten: Das kann nur eurolaser

Die Herausforderung, besonders bei durchgefärbtem Acrylglas, ist das saubere Schneiden, ohne Schmauchspuren an den Kanten. eurolaser bietet seinen Kunden daher eine Vielzahl an Paramatereinstellungen, damit die Schnittkanten nicht im Nachgang weiterbearbeitet werden müssen. Die feine Justierbarkeit der Paramater für die Maschinensteuerung gilt als Alleinstellungsmerkmal von eurolaser. Die Einstellmöglichkeiten gehen vom niedrigeren Strahldurchmesser über Anpassung der Laserfrequenz und der für den Acrylschnitt benötigten Überschussleistung bis hin zu Anpassungen der Bearbeitungsgeschwindigkeit für Ecken. Zudem lassen sich mithilfe der Steuerungssoftware von eurolaser für besonders glatte und schmauchfreie Kantern sogenannte Lead-Ins, auch Anfahrfahnen, programmieren. Damit sorgt der Anwender dafür, dass der Laser an einer Schnittstelle nicht zwei- oder sogar mehrmals lasert. Nicht zuletzt hat die Software, die eurolaser selbstverständlich immer mitliefert, einen besonderen Acrylmodus, mit dem sich genau diese Parameter einrichten lassen.


Gegossenes versus extrudiertes PMMA

Thomas Armbruster, Marketingleiter bei eurolaser: „Grundsätzlich können wir beide Materialarten hervorragend schneiden oder gravieren. Zu beachten ist allerdings, dass sich die beiden Varianten teils sehr unterschiedlich verhalten. Daher sind grundlegende Kenntnisse über die Unterschiede recht nützlich. Besonders wenn es darum geht, das passende Acryl-Material für die spezifische Anwendung zu wählen.“
Acrylglas wird in zwei unterschiedlichen Verfahren hergestellt, wobei die Herstellungsart unterschiedliche Materialeigenschaften erzeugt. Für gegossenes Acryl lassen die Hersteller das PMMA als flüssige Masse zwischen zwei Glasplatten laufen. Es resultiert ein sehr homogenes, spannungsfreies Material mit konstanten mechanischen Eigenschaften. Allerdings ist die Dickentoleranz bei gegossenem PMMA deutlich höher und liegt bei etwa 15 Prozent. „Das müssen die Verarbeiter von PMMA für mache Anwendungen, wie beispielsweise Steckverbindungen und dergleichen unbedingt beachten. Sonst passt die eine nicht zur anderen Seite“, sagt Armbruster. „Außerdem ist das Herstellungsverfahren aufwändiger und damit im Vergleich zu extrudiertem Acrylglas teurer.“

Die andere Materialvariante des PMMA wird durch Extrusion hergestellt. Dabei wird die hochviskose Acrylmasse durch eine Düse herausgepresst. Die Düsenöffnung entscheidet über die gewünschte Dicke des Werkstoffs nach dem Erstarren. Durch diese Herstellungsweise weist das PMMA unterschiedliche mechanische Eigenschaften, wie beispielsweise Spannungen in Länge versus Breite auf. Ein Vorteil ist allerdings die geringe Dickentoleranz von lediglich fünf Prozent. Dadurch ist extrudiertes PMMA für Anwendungen mit Steckverbindungen perfekt geeignet. Marketingleiter Armbruster: „Extrudiertes Acryl ist generell günstiger als sein gegossenes Pendant, was es besonders für große Losgrößen und die Serienfertigung attraktiv macht.“


Acrylglasschneiden mit Laser: „Eigentlich nur Vorteile“

„Unsere Laser-Cutter-Systeme zum Schneiden und Gravieren von PMMA sind gleichermaßen für den handwerklichen und den industriellen Einsatz konzipiert“, sagt Armbruster. „Mit unterschiedlichen Bearbeitungsflächen passend zur Anwendung beziehungsweise Standardplattengrößen. Wir haben ganz spezielle Tischunterlagen für den optimalen Acrylzuschnitt ohne Reflexionen.“ Die Lasermaschinen zeichnen sich zudem durch eine sehr hohe Präzision aus, die mit mechanischer Bearbeitung kaum zu realisieren wäre. Denn durch das berührungslose Schneiden und Gravieren muss das Acrylglas nicht auf dem Werktisch fixiert werden. Schwingungen im Material wie bei der mechanischen Bearbeitung werden vermieden, sodass eine Bruchgefahr ausgeschlossen ist. Und um noch vorsichtiger mit dem Acryl umzugehen, ist sogar eine Bearbeitung mit Schutzfolie möglich. Der Laser schneidet diese einfach mit.

„Die Qualität der Schnittkanten ist unübertroffen. Und das ohne den weiteren Veredlungsschritt des Flammpolierens, der beispielsweise beim Sägen notwendig wird. Zudem findet bei unseren Lasern praktisch keine Werkzeugabnutzung statt, so ist eine konstant hohe Schnittqualität über den gesamten Lifecycle unserer Maschinen gewährleistet.“ Als finale Features der Laser-Cutter-Systeme zählt Armbruster noch „das praktisch radiusfreie Schneiden von Innenkonturen bei allen Materialstärken, die automatische Positionserkennung bei schon bedrucktem Acrylglas per Kamera und das problemlose Absaugen und Filtern von PMMA-Dämpfen, direkt in der Maschine“ auf. „Letztlich hat das Laserschneiden eigentlich nur Vorteile gegenüber herkömmlichen Bearbeitungsverfahren“, so Marketingleiter Armbruster resümierend.

Laser schneidet Acrylglas
Muster aus Acrylglas

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