Worauf sollte ich beim Kauf eines CO2-Laser-Systems achten?
Was ist zu beachten und wie kann ich als Käufer sicher sein, dass ich die richtige Entscheidung für meine Bedürfnisse treffe?
Das ist oft die kritische Frage vor einer Investition in neue Maschinentechnologie. Meist herrscht eher pure Verwirrung nachdem man sich diverse Informationen beispielsweise durch einen Messebesuch verschafft hat. Dem Interessierten eröffnet sich eine Flutwelle von Argumenten und Eigenschaften, die es nun sinnvoll abzuwägen gilt. Es gibt viele Informationen im Markt und jeder Systemanbieter stellt seine Produkte selbstverständlich unkritisch und vorteilhaft für den Interessierten dar. Wie kommt der Anwender also zu einer vernünftigen Kaufentscheidung?
Stellen Sie zunächst Ihre wichtigen, kaufentscheidenden Kriterien für sich auf:
- Produktionsvorteile
- Produktvorteile
- Reduzierung von Toleranzen
- Reduzierung von Ausschuß
- Werkzeugkosten Minimierung
- Arbeitsvorbereitung verringern
- Ergonomie …
Diese und weitere Kriterien sollten zunächst in den Fokus genommen werden, um einen oder mehrere Produktionsschritte durch eine vernünftige Laseranwendung zu ersetzen. Wir zeigen Ihnen nachfolgend auf, welche Fragen Sie sich stellen sollten, um daraufhin eine fundierte Aussage für eine Laserapplikation zu treffen.

Grundvoraussetzungen:
- Wie sieht die Applikation aus?
a. markieren b. gravieren c. schneiden d. oder kombiniert? - Ist das Material oder die Materialvielfalt zur Bearbeitung mit einem CO2-Laser grundsätzlich geeignet?
- Welche Abmessungen / welches Format hat das zu bearbeitende Material, welches auf
der Bearbeitungsfläche platziert werden soll? - Wie gross / klein sind die zu fertigenden Produkte?
- Welche Ansprüche habe ich an die Durchführung der Applikation?
a. Qualität? b. Stückzahl? c. Flexibilität? d. Kosten? e. Handling?
Sind diese Fragen hinreichend geklärt und eine Laserapplikation erscheint als eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Produktionsprozessen, dann sollten Sie beim Kauf einer CO2-Laseranlage insbesondere auf folgende Punkt achten:
1. Die CO2-Laserquelle sollte NICHT aus einer Glasröhre bestehen. Bei über 60 Watt Leistung muss mit einer
Wasserkühlung konstant gekühlt werden, um eine stabile Laserleistung für den Bearbeitungsprozess über
Jahre zu gewährleisten.
2. Der Laserstrahl sollte in dem System so geführt sein, das er in keinem Fall offen verläuft und somit auch keine
Verletzungsgefahr von ihm ausgeht. Die Zugänglichkeit zum Bearbeitungsmaterial dagegen sollte trotzdem nicht
behindert werden. Darüber hinaus sollten Sicherheitseinrichtungen den Betrieb nicht unnötig stören.
3. Der Betreiber sollte über mögliche Gefahren hinreichend aufgeklärt werden und in einer
umfangreichen Schulung den Umgang mit der Anlagentechnologie einstudieren können.
4. Die bewegten Komponenten und Achsen sollten in Leichtbauweise aber dennoch robust
ausgeführt sein. Ein zu hohes Eigengewicht schränkt die Beschleunigung ein und führt
zu ungenauen Positionierungsergebnisssen. Bei hohen Geschwindigkeiten dürfen
Vibrationen das Applikationsergebnis nicht beeinträchtigen.
5. Hochdynamische, wartungsfreie Servomotoren für X- und Y-Achse sind für viele
Applikationen von Vorteil. Sie verkürzen die Produktionszeit und erzeugen höhere Qualität
bei gleichzeitig längerer Lebensdauer.
6. Generell sind das Bewegungssystem sowie die Laserstrahlquelle die wichtigsten
Bestandteile einer Laseranlage. Sie bestimmen wesentlich die Lebensdauer der
Anlagentechnik und die Qualität der Applikationsergebnisse.
7. Ausgeklügelte Absaugsysteme sorgen für den Abtransport der Prozessemissionen. Bei
Schneidapplikationen sowohl unterhalb, als auch oberhalb des Bearbeitungsmaterials.
Dabei ist Quantität nicht immer gleich Qualität. Eine genaue Abstimmung der
erforderlichen Luftmengen sowie ein ausgewogenes Absaugkonzept reduzieren den
Wartungsaufwand erheblich und gewährleisten gleichzeitig ein angenehmes Arbeitsklima
für die Produktionsstätte.
8. Die Schneidoptik ist für das Applikationsergebnis ebenfalls maßgeblich verantwortlich.
Diese sollte einen Materialcrash ohne Schaden überstehen und nicht mit zu viel
Regelelektronik ausgerüstet sein. Robust ausgeführt aber fein einstellbar, so können
mögliche Reparaturkosten ausbleiben.
9. Eine Konstruktionssoftware vom Maschinenbauer zu beziehen, empfehlen wir nicht.
Ein für Software „offenes System“ kann über unterschiedliche Treibersoftware von jeder
marktüblichen Design-Software über einen handelsüblichen PC angesteuert werden.
Gleichzeitig wächst das Angebot mit den Neuerungen der Betriebssysteme.
Dies schafft Unabhängigkeit und lässt genügend Spielraum für branchenspezifische
Spezialisierungen.
10. Design-Software und Zeichenprogramme sollten unabhängig von der Anlagen-
technologie bleiben. Zusätzliche Investitionen in Softwareprodukte sowie langwierige
Ein- oder Umschulungen werden dadurch eingespart.
11. Achten Sie darauf, dass der Anlagenhersteller Ihnen eine aufeinander abgestimmte,
komplette Systemtechnik anbietet. Nicht nur die CE-Konformität liegt somit bei einem
Hersteller, sondern auch die Garantie- und Gewährleistungsansprüche sind an eine
Adresse zu richten.
12. Hervorragender After-Sales-Service und Upgrade-Optionen sind sehr wichtige Grund-
voraussetzungen, die vorhanden sein sollten, um über die lange Lebensdauer der
Anlagentechnologie stets auf dem neusten Stand der Technik zu bleiben.
13. Die regelmäßigen Wartungs- und Instandhaltungskosten - nach der Inbetriebnahme und bei korrekter Handhabung
der Systeme - sollten pro Betriebsjahr 3% des Kaufpreises nicht übersteigen.
14. Vor einer Investition in Lasertechnologie sollten Sie unbedingt Ihre gängigen Materialien mit Ihren spezifischen
Anforderungen beim Systemanbieter testen lassen. Eine konkrete Vorführung unter Ihrer Aufsicht lässt keinerlei
Fragen offen. Damit verhindern Sie schon vorab Enttäuschungen, Augenwischerei und somit Fehlinvestitionen.
Lasersystemhersteller bieten mitunter nur Kleinserien oder Einzelanfertigungen an. Dieser sogenannte Sondermaschinen- bau kann für den typischen Anwender oft nur eine ganz spezielle Fertigungslösung darstellen. In der Praxis werden jedoch Flexibilität und Modularität verlangt, um den wechselnden Ansprüchen genüge zu tun. Eine ausgereifte, solide Basis mit durchschaubarer Struktur in Aufbau und Konzept, ist daher Maßstab für die gesamte Systemtechnik.
Achten Sie daher auch auf optionale Ausstattungsmerkmale
und deren Kompatibilität:
- Modulare Austauschbarkeit von den wichtigsten Baugruppen
- Verschiedene Linsen- und Schneiddüsengrößen, applikationsoptimiert
- Hochwertige Qualitätsoptiken
- Unterschiedliche Tischkonzepte und Materialauflagen, applikationsoptimiert
- Conveyor-Systeme für die Bearbeitung von Rollen- material
- Automatische Materialzuführung durch Abwickel- einheiten
- Automatische Materialabführung durch Aufwickel- einheiten
- Shuttle- oder Wechseltischoption zur Produktivitäts- steigerung
- Integration in Fertigungslinien durch entsprechendes I/O-Interface
- Weitere mechanische Bearbeitungswerkzeuge, falls keine Laserapplikation vorliegt
- Ink-Marker zur kontaktlosen Produktbeschriftung ohne Laser
- Ergonomische Entnahmetische mit höchster Bediensicherheit
- Kamerasystem zur Erfassung und Ausrichtung von Schneidkonturen zu bedruckten Oberflächen
- Rundgravurvorrichtungen für zylindrische Körper
- Rückwärtskompatible, optionale Ausstatungsmerkmale
Weitere wirtschaftliche Aspekte für Ihren Erfolg:
- Laserleistungsstufen: Austausch- und erweiterbar
- Sealed-Off CO2-Lasertechnologie, praktisch wartungsfrei
- Modulares, zerlegbares Lasersystem zur einfacheren Installation ohne Kran und Tieflader
- Hohe und stetige Ersatzteileverfügbarkeit für Ihr Lasersystem über Jahre – weltweit
- Vorteils-Serviceprodukte (Finanzierungen, Leasing, Mietkauf etc …)
- Erweiterte Garantieleistungen
- Persönliche und kompetente Ansprechpartner beim Hersteller






